Das Wetter #38

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Das Wetter #38. Die Ausgabe für den Sommer 2026. Mit Ikkimel, Rin, Baran Kok und Devrim Lingnau Islamoğlu in den Coverstrecken, fotografiert von Jonas Unden, David Spaeth, Bahar Kaygusuz und Jonas Höschl.

Darüber hinaus lest ihr auf 120 Seiten von Miriam Davoudvandi, Nils Keppel, David Szalay, Milo Rau, Tezer Özlü, Hendrik Otremba und Cihan Çakmak - unter anderem. Der Fokus dieser Ausgabe liegt auf einem pop-geprägten Blick auf die politischen Umstände, in denen wir leben. Lina Muzur, Jonathan Guggenberger und Dominik Renneke reagieren mit kurzen Erzählungen. Niko Kappel berichtet aus Jakarta, Jona Spreter aus den USA, Helene Slancar aus dem Wiener Punk-Untergrund. Das Literarische Quarktett interviewt den Verbrecher Verlag und Vincent Koch die Leitung des Theater Magdeburg, die Münchner Literaturwissenschaftlerin Erika Thomalla wiederum redet mit der Dummy, Hermes Baby und Das Wetter, sowie mit Hengameh Yaghoobifarah, Ronja von Rönne und Jens Balzer über die Relevanz von popliterarischem Schreiben in der Gegenwart. 

Das erste Wetter im Jahr 2026 steht ab dem 27. Juni 2026 überall im Laden (Wenn ihr die Ausgabe hier vorbestellt, habt ihr sie voraussichtlich 2-3 Tage eher im Briefkasten). Dieses Heft ist das vierte, welches in unserem neuen halbjährlichen Rhythmus erscheint. 
Just to let you know: Wir haben unser Format leicht angepasst und die Gestaltung entschlackt. Mit stärkerem Fokus auf: TEXT. Viel Text. Wir lieben Text. 

 

Viel Spaß beim Lieblingscover aussuchen – und in ein paar Tagen dann: beim Lesen! 

 

Cover
(Der Inhalt der verschiedenen Cover-Varianten ist natürlich so wie immer: derselbe!)

 

01  – Devrim Lingnau Islamoğlu
Text von Zeynep Bozbay, Fotos von Jonas Höschl

 

02 – Ikkimel
Text von Laura Aha, Fotos von Jonas Unden

03 – Rin
Text von Sascha Ehlert, Fotos von David Spaeth

 

04 – Baran Kok
Text von Fatima Njoya, Fotos von Bahar Kaygusuz



Editorial
Ihr Lieben,
Diese Ausgabe musste leider ein wenig gruselig werden. Und das ist nicht mal im  
Suspense-Sinne gemeint, geschweige denn, dass dieses achtunddreißigste Wetter-Heft von 
Übersinnlichem durchzogen ist. Vielmehr ist es schlicht: die bundesrepublikanische Realität, die in den folgenden Texten immer wieder ihre faulige Visage durchblicken lässt. Und ja, wir wollten das genau so. Auch wenn die Schreibenden, die von uns damit beauftragt wurden, sich auf ihre Weise mit dem autoritären, anti-demokratischen, kriegerischen Drall der Gegenwart zu beschäftigen, natürlich allesamt Ergebnisse abgeliefert haben, mit denen wir so nicht gerechnet hatten.

Dass in mehreren Texten dieser Ausgabe faschistoid bis völkisch denkende und  
handelnde Figuren eine zentrale Rolle spielen, ist dabei kein Zufall. Vielleicht lässt sich  
Gegenwart gerade gar nicht erzählen, ohne dass ihre autoritären Versuchungen mit  
auf der Bühne stehen. Literatur hat kaum die Aufgabe, Menschen zu verbessern. Eher macht sie sichtbar, was  ohnehin längst da ist — in Köpfen, Körpern, Kommentarspalten, Parlamenten. Die Frage ist also womöglich nicht, warum diese Figuren in diesem Heft auftauchen. Sondern: Warum sie inzwischen so vertraut wirken.

Zum Glück ist und bleibt dieses Magazin dennoch ein literarisches Popmagazin.  
Was einerseits bedeutet, dass all die Texte in diesem Heft nicht den nüchternen Gesetzen  
des Journalismus, sondern denen der Kunst gehorchen, also aus dem Schlechten  
etwas — mindestens — Ansehnliches zu machen gedenken. Und darüber hinaus resultiert 
dieser Umstand natürlich auch in dieser Ausgabe wieder in Interviews und Portraits  
mit und über Menschen, die Kunst schaffen, die mal hoffnungsvoll nach vorn schauen, mal 
sich wütend an Ungerechtigkeiten abhandeln, mal das Menschsein feiern. 
Viel Spaß mit der neuen Ausgabe von Das Wetter. 

Euer Sascha Ehlert


Texte
Laura Aha, Zeynep Bozbay, Nina Sternburg, Sascha Ehlert, Jonathan Guggenberger, Niko Kappel, Vincent Koch, Charlotte Krafft, Lina Muzur, Fatima Njoya, Timo Posselt, Dominik Renneke, Helene Slancar, Jona Spreter, Erika Thomalla, Johann Voigt u.v.m.

 

Fotografie
Bahar Kaygusuz, Jonas Höschl, Caroline Schmidt, Helene Slancar, David Spaeth, Jonas Unden, Niko Kappel