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Zweite Ausgabe – Editorial

»Wenn eine Geschichte ihren Leser nicht zu einem besseren Menschen machen würde, dann würde es sich nicht lohnen, sie zu schreiben.«

 

Die zweite Ausgabe, das ist sie also. Tatsächlich. Natürlich haben wir gehofft, dass es ein zweites »Wetter« geben wird, aber freilich gab es dafür keine Garantie, als unserer erstes Heft kistenweise aus der Druckerei kam. So ein Berg Papier kostet ordentlich Geld und was wäre gewesen, wenn niemand dieses Heft gekauft oder gemocht hätte? Glücklicherweise ist genau das Gegenteil eingetreten. In den letzten Monaten erreichte uns konstant so viel Lob von allen Seiten, man fühlte sich konstant auf die Schulter geklopft und in seinem Tun und in seiner inhaltlichen wie ästhetischen Vision bestätigt. Das ist großartig. Am Wichtigsten ist jedoch: Es gibt tatsächlich ein Interesse an einem gedruckten Magazin auf hochwertigem Papier, das sich mit Pop, Kultur und somit dem Leben auf subjektive und emotionale Art und Weise auseinander setzt. Selbstverständlich gab es in den letzten Monaten allerdings auch viel zu lernen und natürlich sitzen wir trotzdem noch sehr vielen Heften, aber die Kisten taugen zum Glück auch als Schuhregal. Lernen mussten wir zum Beispiel, dass ein Magazin wie das unsere mit kaum Anzeigen überhaupt nur dann finanzierbar ist, wenn es 8 Euro oder mehr kostet. Bislang hat mit Das Wetter niemand einen Cent verdient, das alles hier ist für uns alle bislang nur das schönste Hobby der Welt und nicht mehr. Um zumindest das Fundament dieses Hobbys zu sichern, wird das Wetter ab sofort nun 8,50 kosten. Wir glauben, dass all die Liebe, die in die Texte, Fotos, Illustrationen, die Gestaltung und den Druck wandert, diesen Preis wert ist.

Zumindest sind wir sehr glücklich mit dem zweiten Ergebnis unter dem Namen »Das Wetter«. Wir glauben, wir haben da wieder etwas Schönes geschaffen und noch mehr tolle Texte aufgetan, die es eure Zeit wert sind. An allererste Stelle steht da natürlich Marteria. Unser zweiter Titelheld ist wieder ein Rapper, wieder ein waschechter Popstar. Ja, erwischt. Als die Entscheidung anstand, wer unser zweites Cover zieren soll, gab es natürlich die Überlegung, aus genau diesen Gründen ein anderes Titel-Motiv zu finden. Manche hätten das sicherlich mutiger genannt. Aber am Ende des Tages blieb uns keine Wahl, wollen wir doch gerade nicht als intellektuelles Popkultur-Magazin gelten. Wir finden Marteria großartig, wir finden er hat uns allen viel zu sagen, er ist ein Vorbild und ein guter Mensch. Und deswegen war er die perfekte Wahl für unser zweites Cover. Während jedoch seine gesamte Album-Promo darauf abzielt, den Weltenbummler Marten Laciny zu portraitieren, haben wir einen kleinen, heimeligen Ort gesucht, um über sein neues Album zu sprechen. Gelandet sind Jan Wehn und ich mit Marten, seinem Manager Chris, dem Fotografen Christoph Voy und dessen Freundin dann schließlich in einem türkischen Fisch-Restaurant auf der Kreuzberger Oranienstraße.

Neben Jans Marteria-Portrait haben wir dieses mal eine, wie ich glaube, noch größere Vielfalt an starken Charakteren im Heft. Durch Interviews und Texte von, mit und über u.a. Ja, Panik, Bilderbuch, Olexesh, Prinz Pi, Sophie Hunger und Torsun von Egotronic sind wir unserem Ziel, völlig ohne Vorurteile oder Scheuklappen sowohl mit Jungs von der Straße, als auch mit Pop-Intellektuellen, politisch Aktiven und gutbürgerlichen Herzblut-Musikerinnen zu sprechen, einen Schritt näher gekommen. Interessantes zu erzählen haben sie alle. Gemeinsam mit ein paar mehr Erzählungen als beim letzten mal ist so hoffentlich ein Heft entstanden, das mit frischen Perspektiven aufwartet, Neues zeigt, anstatt Bekanntes wiederholt zu predigen und somit nicht nur unterhält und die Laune verbessert, sondern auch ganz unprätentiös und pragmatisch Neues präsentiert. Ganz treffend ausgedrückt hat das der japanische Groß-Literat Haruki Murakami im Januar 2014 in einem Interview mit der Zeit. Seine Aussage ist diesem Editorial als Zitat vorangestellt. So wie er, so sehen das auch wir. Warum Zeit verschwenden, wenn man von ihr doch so wenig hat. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen, ihr Lieben!

 

Bis bald, Sascha Ehlert

 

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